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Sturmschäden im NSG Sehlendorfer Binnensee

Ehrenamtliche Helfer des NABU Lütjenburg handeln schnell

Beschilderung von der Flut bis zu 50 m weit gespült
Von der Flut bis zu 50 m weit gespült

(jh,cm) Die schwere Sturmflut an der Ostsee hatte kürzlich an der gesamten Schleswig-Holsteinischen Ostseeküste erhebliche Schäden angerichtet, deren Beseitigung noch viel Zeit und Mittel kosten wird. Umso erfreulicher, dass im Naturschutzgebiet Sehlendorfer Binnensee ehrenamtliche Helfer des NABU am Sonntag nach der Flut selbst anpackten und die Schäden weitgehend reparierten. Das Ostseewasser hatte fast die gesamte Strandsperrung und Beschilderungen weggespült.

 

„Die Sperrung des Strandes auf einer Länge von etwa 500 m ist elementarer Bestandteil des Naturschutzes im Gebiet“, erläutert Schutzgebietsreferent Jürgen Hicke. Es ist nicht nur ein geschützter Brutbereich im Frühjahr und Sommer, sondern auch Rast-und Nahrungszone im Herbst und im Winter, so Hicke weiter. „Die Sperrung wird von Strandbesuchern und Touristen sehr gut akzeptiert“, freut sich der Betreuer des Naturschutzgebietes. „Die Menschen erkennen an den vielen Vögeln und der Vegetation hinter der Sperrung, dass es sich um eine Schutzzone handelt. Außerdem haben wir freundliche Schilder aufgestellt, die den Schutzzweck erläutern“. Bedauerlicherweise wurde das Schutzgebiet dennoch nach den Beschädigungen an den Zäunen von einigen Strandbesuchern, sogar mit Hunden, sofort wieder betreten, so dass große Unruhe unter den Rastvögeln entstand.

 

Zerstörte Zäune - Freundliche Strandbesucher hatten "Betreten verboten" in den Sand geschrieben
Zäune waren zerstört, freundliche Strandbesucher hatten "Betreten verboten" in den Sand geschrieben

 

Nach der Sturmflut sah es an dem Strandabschnitt schlimm aus. Große Informationstafeln mit schweren Betonfüßen waren herausgerissen und von der Flut ins Wasser gespült worden, die Zaunpfähle und Zäune lagen verstreut am Strand und im Wasser. Nachdem sich der Wasserstand am Sonntag nach der Flut normalisiert hatte, fanden sich spontan sechs NABU-Helfer und Helferinnen zu einem Arbeitseinsatz zusammen. Sie fischten die Informationstafeln und Zaunreste mit Wathosen aus dem kalten Ostseewasser und transportierten sie mühsam wieder an Ort und Stelle und gruben Pfähle und Hinweisschilder wieder ein.

 

Der Transport und das Einbauen der Schilder war Knochenarbeit
Der Transport und das Einbauen der Schilder war Knochenarbeit
NABU HelferInnen reparieren die Strandsperrung
NABU HelferInnen reparieren die Strandsperrung

 

Nach der Sturmflut sah es an dem Strandabschnitt schlimm aus. Große Informationstafeln mit schweren Betonfüßen waren herausgerissen und von der Flut ins Wasser gespült worden, die Zaunpfähle und Zäune lagen verstreut am Strand und im Wasser. Nachdem sich der Wasserstand am Sonntag nach der Flut normalisiert hatte, fanden sich spontan sechs NABU-Helfer und Helferinnen zu einem Arbeitseinsatz zusammen. Sie fischten die Informationstafeln und Zaunreste mit Wathosen aus dem kalten Ostseewasser und transportierten sie mühsam wieder an Ort und Stelle und gruben Pfähle und Hinweisschilder wieder ein.

 

Das Schild steht wieder an Ort und Stelle
Das Schild steht wieder an Ort und Stelle

 

„Es war für uns alle ein anstrengender Arbeitstag, aber wir sind froh, dass der Schutzzweck wiederhergestellt wurde und dass durch den ehrenamtlichen Einsatz keine Kosten entstanden sind“, betont Schutzgebietsreferentin Christina Mohwinkel.

 

Bilder: Jürgen Hicke