Der letztjährige sehr gute Bruterfolg der seltenen Flussseeschwalben im Naturschutzgebiet zwischen Hohwacht und Sehlendorf war in diesem Jahr getrübt, berichten die Schutzgebietsbetreuer vom NABU. Die Vögel brüten zum Schutz vor Feinden auf Flößen, doch in diesem Jahr verhielten sie sich teilweise merkwürdig. Lange tappten Betreuer und Ornithologen im Dunkeln, bis sie schließlich die Ursachen herausfanden.
Wenn Mitte April die ersten Flussseeschwalben aus ihren Winterquartieren im südlichen Afrika zum Sehlendorfer Binnensee zurückkommen, erwartet sie ein deutlich größeres Angebot an Brutplätzen als bisher: Ende März wurden in Gemeinschaftsarbeit des NABU Lütjenburg mit der Stiftung Naturschutz und weiteren Helfern mehrere neue Brutflöße montiert und zu Wasser gelassen. Damit dürfte am Sehlendorfer Binnensee das größte Angebot dieser Art in ganz Schleswig-Holstein zur Verfügung stehen.